In diesem 4. und letzten Teil meiner Reihe “Einstieg in die Fotografie” möchte ich einige persönliche Erfahrungen mit Euch teilen und von meinem eigenen Einstieg in die Fotografie berichten. Es handelt es sich hierbei nicht, wie in den ersten drei Teilen um einen Beitrag mit vielen Tips und Tricks. Nein, es geht mir darum, mich Euch auch ein bißchen mitzuteilen und ich hoffe auch, dass einige in den Kommentaren ihre eigenen Erfahrungen wiedergeben.
Wie ich schon im 1. Teil erwähnte, war mein Einstieg bzw. meine Entscheidung zum Einstieg ein langer Prozess, der sich genau gesehen über Jahre entwickelte. Sicherlich muss das nicht bei jedem so sein, aber ich für meinen Teil muss sagen, es war sehr gut so. Denn der entscheidende Vorteil war, dass ich nun, wo ich eingestiegen bin, genau weiß, dass ich es will und auch die entsprechende Begeisterung und Spannung aufgebaut habe.
Es gilt als auch bei der Entscheidung zum Einstieg: Zeit lassen, denn Ihr habt sie!
Zu Anfang habe ich oft gelesen: “Du musst fotografieren, fotografieren, fotografieren!” Ich dachte mir: “Ja, ok, aber irgendwo darf man doch die Praxis auch nicht überschätzen.” Im Nachhinein muss ich aber sagen, man kann wirklich einfach nicht genug fotografieren! Egal, wieviel Theorie man sich aneignet und so sehr diese auch nützlich sein mag, am Ende ist es wie mit jedem Sport, jedem Beruf und jedem Hobby: Übung macht den Meister!
Nicht zuletzt werdet Ihr mit der Zeit merken, dass die Nachbearbeitung am PC mit Lightroom oder Photoshop bei manchen Bildern unumgänglich ist bzw. Euch sehr weiterhilft, wenn Euch die Belichtung oder etwas anderes am Bild nicht so gut gelungen ist, wie Ihr das haben wolltet. Sicherlich kann man sagen, man versucht immer ohne Nachbearbeitung auszukommen (siehe nachher beim 1. und 2. Bild), aber das klappt nicht immer und ist manchmal unumgänglich, z.B. beim zusammensetzen von Panoramen oder bei Effekten.
Ich habe ja bereits im 3. Teil über Videocasts berichtet, die Euch herrliche und hilfreiche Tutorials bieten, um Lightroom, Photoshop oder auch GIMP zu erlernen.
Man sollte sich aber auf jeden Fall mit dem Thema Nachbearbeitung auseinandersetzen, es gehört heute einfach zur Fotografie dazu.
Ich möchte Euch nun hier ein paar Bilder präsentieren, die in meiner Anfangsphase entstanden sind. Beim draufklicken erhaltet Ihr die Bilder größer.
Als erstes meine Nachtszene Prenzlauer Berg, die auf meiner 1. Fototour am Tag des Kamerakaufs enstanden ist. Ich verzichte hier absichtlich auf eine Bewertung meiner Bilder und dessen, was ich schön finde oder nicht. Das Bild ist übrigens (zumindest fast) unbearbeitet.

Bei meiner zweiten Fototour entstand folgendes Foto des Roten Rathaus in Berlin. Man erkennt den Weitwinkel an den Türmen der Nikolaikirche rechts, ist aber auch gut so.
Auch dieses Bild ist weitgehend unbearbeitet.

Das dritte Bild, dass ich Euch zeigen möchte ist eines der Bilder, auf die ich mächtig stolz bin. Es ist ein Panorama des Potsdamer Platz, das auch 18 Einzelbildern zusammengesetzt wurde. Das Original TIF-File hat über 600 MB und das Bild hat über 88 Megapixel!

Zuletzt noch ein Bild, welches von mir in Photoshop bearbeitet wurde, um den Tilt-Shift-Effect zu erhalten. Es soll damit alles so aussehen, wie in einer Spielzeug welt. Sicherlich eine meiner Lieblingsbeschäftigungen momentan.

Viel Spaß mit den Bildern, den Beiträgen zum Einstieg in die Fotografie. Ich freue mich auf Eure Kommentare, Kritik (auch gerne zu den Bildern) und Anregungen.
Meine besten Bilder stelle ich übrigens auf meinem Flickr – Fotostream bereit.